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Beton ist in der modernen Architektur nicht mehr wegzudenken. Er ist der Massenbaustoff unserer Zeit: preiswert, dauerhaft, feuerbeständig, flexibel in seiner Zusammensetzung – und beliebig formbar. Seine nahezu inflationäre Anwendung bringt jedoch auch Probleme mit sich. Schätzungen zufolge ist die weltweite Betonproduktion für rund fünf Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Das ist doppelt so viel, wie beim Flugverkehr freigesetzt wird! Ein konstruktiver Ansatz zur signifikanten Reduktion des Betonverbrauchs ist die Herstellung doppelt gekrümmter Konstruktionen. Dem Paradigma der Elementierung und Vorfertigung unter Werkstattbedingungen folgend, wurde im Rahmen des Projekts ein wiederverwendbares Verbindungsmittel entwickelt und im prototypischen Einsatz getestet. Der dimensional skalierbare Verbinder ermöglicht die „kalte“ Montage dünnwandiger, gekrümmter Halbfertigteile auf der Baustelle bei deutlich reduziertem Unterkonstruktions- und Schalungsaufwand.