Saxony5 - Smart University Grid

Saxony5 - Smart University Grid – Wissensströme intelligent vernetzen

Teilvorhaben 5 | Additive Fertigung

Die sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Dresden, Leipzig, Zwickau, Zittau/Görlitz und Mittweida bündeln Know-How und Ressourcen auf Basis einer gemeinsamen Transferstrategie in einem kooperativen Transferverbund: Saxony5.

Ziel des Verbundprojekts „Saxony5 – Smart University Grid – Wissensströme intelligent vernetzen“ dieser fünf Hochschulen und ihrer sieben direkten Partner ist es einen dynamischen Stimulationskreislauf der Innovation zwischen Hochschulen und ihren Zielgruppen in Wirtschaft und Gesellschaft herzustellen, auszubauen und nachhaltig zu pflegen. Somit soll, unter anderem, der Transfer von Forschungsergebnissen beschleunigt, die Schwelle zwischen den Zielgruppen und den Hochschulen gesenkt, bzw. vollständig abgebaut und durch den Verbund der Hochschulen das vorhandene Know-How und Potential gebündelt, zielgerichtet gelenkt und optimaler vernetzt werden.

Keywords: Additive Fertigung, CAD, CAM, Digitale Fertigung, Interdisziplinär, Rapid Prototyping, Robot, Robots in Architecture, SML, Smart Manufacturing Lab, Transfer, Workshop

Umsetzung

Als wesentliche Maßnahmen des Projekts werden zum einen acht sogenannte Co-Creation Labs gemeinschaftlich mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft aufgebaut und betrieben. Diese sind virtuelle Kooperationen oder reale Laboratorien, die komplementäre fachliche Stärken und experimentelle Möglichkeiten von mindestens drei HAW zu je einem markt- oder gesellschaftsrelevanten Top-Thema (z. B. Vernetzte Mobilität oder Additive Fertigung) bündeln, mit dem Ziel der verstärkten Wahrnehmung seitens der regionalen Wirtschaft als „Systemanbieter“. Sie dienen zum Austausch über Bedarf und Transferangebote, zur Demonstration neuer Technologien, zur niedrigschwelligen Erprobung von Ideen und Lösungen, aber auch als Kristallisationspunkte für interdisziplinäre Netzwerkarbeit, Weiterbildung und die Anbahnung neuer Kooperationen.

Weiterhin soll ein Cluster für medialen Wissens- und Technologietransfer etabliert werden, in dem der Einsatz moderner Medientechnik von Film- und Videotechnik über Social Media bis Virtual Reality im wissensbasierten Transfer erprobt wird, womit neue und größere Zielgruppen erreicht werden. Mit dem Cluster für Verwertungsplanung (auch Innovationsschürfstelle genannt) wird auf allen Forschungsstufen eine systematische Analyse der Nutzungspotentiale von Forschungsergebnissen aufgebaut und die Verwertung der Potentiale unterstützt.

Mit einem Marktplatz der Ideen sollen neue Veranstaltungsformate zur Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft erprobt, ein Senior Scientist Center für die weitere Mitwirkung pensionierter Wissenschaftler eingerichtet und Innovationstraineeprogramme, in welchen mit Absolventen nach ihrer Einstellung in Unternehmen weiter kooperiert wird, realisiert werden. Nicht zuletzt soll ein Pro Transfer Change Management sicherstellen, dass die höhere Bedeutung und die neuen Wege des Transfers an den Saxony5-Hochschulen in einer neuen Transferkultur nachhaltig verankert werden und der Transfer von allen Hochschulmitarbeitern als Gesamtaufgabe angesehen wird.

FLEX in Saxony5

FLEX vertritt als einer der Saxony5 – Projektbeteiligten im interdisziplinären Teilvorhaben 5 (kurz: TV5) - Co-Creation Lab | Additive Fertigung neben Informatik-, Maschinenbau-, Mikrotooling- und Werkstoffspezialisten auch den Architekturbereich und befasst sich dahingehend mit der Anwendung, dem Transfer und dem Ausbau dieses Know-Hows und dieser Technologie im Bausektor.

Dazu werden neben der Planung und dem Bau eines physischen Smart Manufacturing Labs (kurz: SML) an der HTWK Leipzig, eine Datenbank, in der das gesamte Know-How aller im Saxony5 Verbund beteiligten Hochschulen im Bereich additive, digitale und Computergestützte Fertigung aufgeführt ist und abgerufen werden kann sowie Workshops zum Transfer des entsprechenden Know-Hows zur Information, Vorbereitung, Planung und Anwendung dieser Verfahren umgesetzt.

SML – Smart Manufacturing Lab

Additive, digitale und computergestützte Fertigungsverfahren breiten sich in immer mehr fachübergreifenden Anwendungsgebieten aus. Das an den Standorten der im Saxony5 - TV5 vorhandene Know-How bezieht sich dabei jedoch vorwiegend auf die Umsetzung von Teilen mit computergestützten additiven und zerspanenden Fertigungsverfahren in Mikro- und Mikro- bis Makromaßstäben. Für großmaßstäbliche Anwendungen im Makrobereich (z.B. für 1:1 Elemente im Bauwesen > 0,5 m³) stehen bisher kaum, bzw. keine Möglichkeiten zur Verfügung. Das „SML – Smart Manufacturing Lab“ soll diese Lücke füllen und das an den Standorten der Saxony5-Partner vorrangig im Mikro-Maßstab vorhandene Know-How im Bereich der additiven Fertigung um den Makrobereich erweitern und somit ein größeres Transfer- sowie auch Know-How-Potential liefern.

Die HTWK Leipzig mit FLEX als TV5-Partner im Bereich Architektur bietet sich daher für die Verortung entsprechend an. Zukünftig sind so durch den entsprechend großen Bauraum (ca. 2 m Radius) eines zur Anwendung kommenden Industrieroboters mittlerer Traglast und unterschiedlich angeordneter Werkstückhalterungen um diesen herum, sowie multifunktionaler und unterschiedlicher Endeffektoren im architektonischen Maßstab anwendungsbezogene computergestützte additive und subtraktive Fertigungsszenarien und Nachbearbeitungsprozesse durchführbar. Im Zuge dessen ist FLEX ebenfalls seit Anfang 2018 dem Netzwerk „Robots in Architecture“ beigetreten und hat bereits 2018 an ersten Workshops und Veranstaltungen teilgenommen um das eigene Know-How auf diesem Gebiet zu erweitern und in diesem Umfeld weitere Kontakte zu knüpfen.

Know-How Transfer

Neben der Umsetzung des SML werden Workshops, sogenannte Interdisziplinarien geplant und durchgeführt. Bei Bedarf können diese auch von Externen angefragt werden. Die Workshops haben das Ziel das Know-How des jeweiligen Co-Creation Labs aufzuzeigen, weiterzugeben und ebenfalls neue Denkanstöße zu liefern.

FLEX positioniert sich dabei inhaltlich vorwiegend in den Bereichen Architektur, CAD, CAM und Design und bietet in diesem Zusammenhang CAD, Parametric Design als auch anwendungsbezogene Veranstaltungen zum Thema Komplexe Geometrien und digitale Fertigung im Bauwesen an.

Weitere Ansätze

Des Weiteren wird im Rahmen des TV5 eine Online-Datenbank in Kooperation aller beteiligten Projektpartner konzipiert, die sowohl Know-How, Forschungsinhalte und –ergebnisse, als auch vorhandene Technologien aller Partner im TV5 aufzeigt. Diese dient als Plattform, um weitere mögliche Transferpartner ausfindig zu machen und um das Potential von Saxony5 zu repräsentieren, sowie für die Bereiche Wirtschaft und Gesellschaft eine erste Anlaufstelle zu bieten und somit die Schwelle zwischen diesen und den Hochschulen zu minimieren bzw. ganz abzubauen.

Beteiligte Hochschulen und direkte Partner