Der fertige Versuchkörper „HumiDoor“ mit offenen Türen © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Der fertige Versuchkörper „HumiDoor“ mit geschlossenen Türen © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Momentaufnahme aus dem Bauverlauf des Versuchskörpers: Installation der technischen Systeme © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Momentaufnahme aus dem Bauverlauf des Versuchskörpers: Installation der technischen Systeme © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Die Dokumentation der Luftfeuchte über einen Zeitraum © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Screenshot einer Messung am Demonstrator © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Computermodell des „HumiDoor“ als Perspektivische Darstellung © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Computermodell des „HumiDoor“ als Schnitt © FLEX@HTWK Leipzig, Hannes Löschke
Trotz vieler Vorteile, die Holz als potenziell nachhaltiger Baustoff der Zukunft aufzeigt, bestehen zurzeit einige bautechnische Hürden, die einer Verbreitung von Holzbauweise im Wege stehen. Ein zentrales Problem dabei ist die Bauteilfeuchte in Holzkonstruktionen. Vor allem gilt es für Holzbauteile, welche in (geschlossenen/gekapselten) Wand- bzw. Deckenelementen liegen und außerhalb des sichtbaren Bereichs sind.
Nicht rechtzeitig aufgenommene Feuchteschäden können sich über einzelne Bauteile hinaus ausbreiten, was dazu führen kann, dass gesamte Gebäudeteile aufwendig saniert werden müssen. Ein Ansatz zur Prävention liegt im Feuchte-Monitoring der Holzbauteile durch Platzieren von Feuchtemesssensoren in der Konstruktion. Die Überwachung bestimmter Bereiche kann somit gewährleisten, dass ein Anstieg des Feuchtegehalts frühzeitig und punktgenau erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können, bevor tatsächliche Schäden entstehen.
Die Platzierung der Feuchtemesssensoren geschieht derzeit auf Basis projektspezifischer Einzelplanung durch spezialisierte Fachplaner. Aufbauend auf theoretischen und praktischen Erkenntnissen wurde ein Algorithmus zur Positionierung der Feuchtemess-Sensorik ausgearbeitet, mit dem die Einbindung in den Planungsprozess integral und digital-parametrisch möglich wird (siehe Abb. 5 und 6). Entscheidend dabei ist eine Definition verschiedener Wahrscheinlichkeits-Faktoren wie Nutzung der Räume, Witterung oder Ausrichtung der Bauteile.
Die verwendete Messtechnik wird an einem Versuchskörper - dem HumiDoor - demonstriert (siehe Abb. 1 bis 2). Dieser kann per PKW-Anhänger an verschiedenen Orten aufgestellt und so unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt werden. Zur Feuchtemessung sind lineare Messstreifen (TDR) verbaut, die um das gesamte Gebäude umlaufen und über die Signallaufzeit die Lage von Feuchtpunkten ermitteln (siehe Abb. 3 und 4). Zu Demonstrationszwecken lässt sich durch mehrere Öffnungen Wasser in den Prüfkörper einbringen, worauf im Messsystem diese Stelle sofort angezeigt wird.
Keywords: Holzbau, Nachhaltigkeit, Holzkonstruktion, Monitoring, Regelungstechnik, Sensorik, Feuchteschäden
Projektleitung
• Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr
Projektmanagement
• Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr
Bearbeitung
• Laurenz Andritz, Dipl. Ing.
• Theodor Reinhardt, B.A.
Kooperationspartner
• Institut für Holztechnik Dresden
Fördermittelgeber
Sächsisches Ministerium für Regionalentwicklung
Projektträger
Simul+ Initiative
Projektlaufzeit
02/2023 - 11/2023
Förderkennzeichen
-
Fördersumme
-
