Schematische Darstellung der Kaskadennutzung von Holz (Eigene Darstellung in Anlehnung an proHolz Austria, 2017, S. 24–25)
Verformungen des Schnittholzes entsprechend seiner Lage im Stamm (übertrieben dargestellt (Rug, 2021, S. 9)
Aufnahmen mit einem Rasterelektronenmikroskop von neuem (a) und 320 bis 855 Jahren geatertem Lärchenholz (b-d) (Xin et al., 2022)
Vereinfachte Annahmen über mögliche Strukturveränderungen in Querschnitt von Altholz (mögliche Veränderungen aus Schubspannung und Delamination werden nicht berücksichtigt) (Eigene Darstellung)
In dieser Arbeit wird das Potenzial von Altholz aus dem Gebäuderückbau für die Herstellung von Brettschichtholz (BSH) auf Basis einer Literaturrecherche untersucht. Der Schwerpunkt liegt auf den technischen Herausforderungen bei der Wiederverwendung von Altholz, ergänzt durch die Betrachtung wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte.
Es wird ein umfassender Überblick über die Materialeigenschaften und die Verwendungsfähigkeit von Altholz gegeben, einschließlich möglicher Schadstoffbelastungen und mikrostruktureller Veränderungen. Zudem wird ein industrieller Aufbereitungsprozess entwickelt, um Altholz als BSH-Lamellen nutzbar zu machen, wobei die Entfernung von Störstoffen und die Festigkeitseigenschaften zentrale Rollen spielen. Verschiedene zerstörungsfreie Verfahren, wie die Eigenfrequenz- und Ultraschallmessung, werden diskutiert, um die Festigkeit und Qualität des Altholzes zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf mechanische Vorbelastungen. Auch die wirtschaftliche Machbarkeit sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden behandelt.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass Altholz prinzipiell zur Herstellung von BSH nutzbar ist. Dennoch besteht weiterer Forschungsbedarf zu den Festigkeitseigenschaften, um die strukturelle Integrität und Zuverlässigkeit von Altholz-BSH in tragenden Anwendungen sicherzustellen.
Keywords:Altholz, Brettschichtholz (BSH), Aufarbeitung, Festigkeitsklassifizierung, Strukturveräderung
Absolvent
Benedikt Adrian
Betreuung
Prof. Dr.-Ing. Alexander Stahr (Erstgutachter)
Prof. Dr.-Ing. Christian Wagner (Zweitgutachter)
Abgabedatum
18.11.2024